spannungsFREI!

Im Einstückguß hergestellte Mesostruktur, auf allen Implantaten verschraubt.

Spannungsoptische Untersuchungen zum passiven Sitz von mit der Funkenerosion nachgearbeiteten Gerüsten auf enossalen Implantaten

Dr. E. Eisenmann1, Dr.-Ing. J. Munschau2, Prof. Dr. M. Walter3, Dr. K. Böning3,
Prof. Dr. W. B. Freesmeyer1

1 Freie Universität Berlin Universitätsklinikum Benjamin Franklin Klinik und Poliklinik für ZMK, Abt. f. Zahnärztliche Prothetik I, Aßmannshauser Str. 4-6, 14197 Berlin
2 Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Unter den Eichen 87, 12205 Berlin
3 Technische Universität Dresden Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Zentrum für ZKM, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Fetscher Str. 74, 01307 Dresden

Material und Methode: Die Spannungs- optik ist ein Modellverfahren, bei dem der optische Effekt der Doppelbrechung transpa-renter Kunststoffmodelle zur Spannungsanalyse herangezogen wird.
Je nach Spannungszustand im Modell entstehen durch Überlagerung der gegeneinander verzögerten Teilstrahlen Linien, aus denen die Spannungen bestimmt werden können (Abb. 1 + 2).

Für die spannungsoptische Untersuchung wurde ein Modell mit 5 Brånemark-Implantaten in einer für die regiointerforaminalis typischen Anordnung hergestellt. Auf diesen wurden Abutments mit einem Drehmoment von 20Ncm installiert. Die Abformung erfolgte in der für das Brånemarksystem typischen pick-up Technik. Ein entsprechendes für die funkenerosive Nachbearbeitung geeignetes Meistermodell wurde angefertigt.

Anhand dieses Meistermodells wurden drei Brückengerüste mittels konventioneller Einstück-gußtechnik hergestellt: eines aus hochgoldhaltiger Legierung, eines auf Co-Cr-Basis und eines aus Titan. Alle Gerüste wurden auf dem Meistermodell ange-fertigt und auf dem "Patientenmodell" gemäß dem Sheffield-Test auf ihren passiven Sitz hin überprüft und spannungsoptische Aufnahmen angefertigt. Nach Verschrauben der Gerüste auf allen fünf Implantaten wurden erneut spannungsoptische Aufnahmen gemacht. Anschließend wurden die Gerüste mit dem SAE-Secotec-Funkenerosions-
Verfahren
nachgearbeitet, um einen passiven Sitz zu erzielen. Danach wurden die spannungs-optischen Aufnahmen wiederholt. In der spannungsoptischen Analyse konnte bei dieser Testreihe eine erhebliche Reduktion der induzierten Spannungen festgestellt werden (Abb. 2)
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